Hallo Kinder!

 

Ich bin ganz weit gelaufen, weil ich euch unbedingt etwas erzählen muss. Direkt aus Jerusalem komme ich. Und wisst ihr was? Da habe ich jemanden kennengelernt, der noch ängstlicher war als ich. Gar nichts hat der sich getraut. Sogar gelogen hat er vor lauter Angst. Wenn ich Angst habe, dann laufe ich immer ganz schnell weg und verstecke mich in einem Mauseloch.

 

Ich glaube, das hätte der Mann in Jerusalem auch gerne getan. Petrus hieß der. Und der Petrus, das war ein guter Freund von Jesus. Der war immer bei Jesus. Er hatte sogar alles aufgegeben, was er hatte, um mit Jesus durchs Land zu ziehen. Petrus hatte Jesus versprochen, immer bei ihm zu bleiben, so durch Dick und Dünn gehen wollte er mit ihm. Eben ein richtig guter Freund.

 

Aber dann ist etwas passiert. Was ganz Schlimmes ist passiert. Jesus wurde verhaftet. Gefesselt wurde er und wie ein Verbrecher abgeführt. Soldaten brachten ihn zum Haus des Obersten Priesters.

Da ist Petrus hinterhergeschlichen. Bestimmt wollte er sehen, was nun passieren würde. Ich dachte sogar noch, dass er Jesus helfen wollte. Schließlich lässt man einen Freund niemals im Stich. Naja, ich weiß auch nicht, was ich gemacht hätte. Eine kleine Maus kann ja sowieso nicht viel machen. Jedenfalls sagte dann eine Frau zu Petrus: „Du warst doch auch mit Jesus zusammen. Du kennst ihn doch!“

 

Über die Antwort von Petrus habe ich mich sehr gewundert. Er hat nämlich gesagt, dass das nicht stimmt, er würde Jesus gar nicht kennen. Und das hat er dann sogar noch zweimal behauptet. Dreimal hat er gesagt, dass er Jesus nicht kennt. Ganz überzeugt hat er das gesagt.

 

Ich habe das nicht verstanden. Hatte Petrus soviel Angst, dass ihm auch etwas passieren würde? Man muss doch immer zu seinen Freunden stehen, oder? Der Petrus konnte das nicht.

 

Und dann krähte auf einmal ein Hahn. In diesem Moment fiel Petrus wieder ein, dass Jesus zu ihm gesagt hatte, dass das passieren würde. Dass Petrus sagen würde, er kenne Jesus nicht. Und dann hat Petrus geweint. Er konnte gar nicht mehr aufhören zu weinen. Weggelaufen ist er dann auch noch. So wie ich, wenn ich mich ganz schnell in meinem Mauseloch verstecke. Der tat mir leid, der Petrus . . .

 

Unten findest Du die Geschichte wieder im Bild. Male die Figuren an, schneide sie aus und setze sie in einen Hof.

 

Sprecht mit Euren Eltern oder Geschwistern darüber:

 

••Hattet ihr auch schon mal solche Angst wie Petrus?
••Habt ihr euch nicht getraut etwas zu sagen?
••Was hat euch dann geholfen?

 

Dieses Gebet kann uns helfen:

 

Guter Gott,
ich wäre so gerne mutig,
aber manchmal habe ich Angst.
Ich traue mich nicht, etwas zu sagen.
Dann hilf du mir!
Gib mir die richtigen Worte
und gib mir neuen Mut.
Guter Gott, es ist gut,
dass du immer da bist.
Du bist wie ein guter Freund,
dem ich alles sagen kann.
Das tut gut und macht Mut.
Amen

 

 

 

 

 

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