Die Auferweckung Jesu

 

Unsere Geschichte heute fängt ganz traurig an. Maria aus Magdala, Johanna und Maria haben schwarze Kleider an. Das zeigt allen anderen, dass sie traurig sind. Sie trauern, weil Jesus gestorben ist. Maria, seine Mutter, weint, weil ihr Sohn gestorben ist. Johanna und Maria aus Magdala weinen, weil ihr Freund und Meister jetzt nicht mehr bei ihnen ist. Wie ein böser Mensch, wie ein Verbrecher ist Jesus gestorben. Dabei hatte er gar nichts Böses getan. Die Frauen waren dabei und konnten gar nichts für Jesus tun. Das war ganz schlimm für sie. Am liebsten hätten sie den Soldaten die Waffen weggenommen und Jesus vom Kreuz geholt. Aber das ging nicht. Es waren so viele Soldaten und die haben dafür gesorgt, dass keiner zu dicht an die Kreuze herankam. Als Jesus gestorben war, da hatte ein Freund von ihm mit den Soldaten verhandelt. Er durfte Jesus vom Kreuz nehmen und ihn in seine Grabhöhle bringen. Andere Männer halfen dabei. Zum Schluss schoben alle einen großen schweren Stein davor. Damit war das Grab fest verschlossen.

 

 

Zwei Tage später waren die drei Frauen auf dem Weg zur Grabhöhle. Sie sprachen leise miteinander: „Wir müssen doch Jesus noch mit Öl salben und in Leinentücher wickeln. Das ist so üblich hier bei uns.“ „Die Männer haben die Höhle bereits verschlossen. Sie haben nicht daran gedacht.“ „Das ist jetzt unsere Aufgabe. Habt Ihr auch alles dabei?“ „Ja, schau hier, im Korb liegt alles.“

 

 

„Oh, seht nur, die Grabhöhle ist offen. Dann sind sicher die Jünger hier.“ „Vielleicht haben sie auch Öl mitgenommen?“ „Du meinst, sie wollen Jesus auch mit dem Öl salben?“ „Das ist doch eine Aufgabe, die wir Frauen immer machen.“ „Kommt, lasst uns in die Grabhöhle gehen. Psst, seid leise. Hört auf zu reden.“

„Was ist denn hier los? Die Höhle ist ja leer. Wo ist denn Jesus?“ „Was ist passiert? Hat jemand Jesus hier weggeholt?“ „Oh nein, was sollen wir jetzt machen?“

„Was ist das für ein Licht um uns herum. Auf einmal ist es so hell hier in der dunklen Höhle. Das kann doch nicht die Sonne sein. Oh, wer ist das denn?“ Die Frauen bekamen Angst. Sie zitterten und klammerten sich aneinander. Zwei fremde Männer standen plötzlich bei ihnen. Ein helles, strahlendes Licht umgab sie. Keine von den Frauen hatte den Mut zu fragen, wer die Männer waren und was sie hier wollten. Die Männer schauten die Frauen an und sagten: „Was sucht ihr den lebendigen Jesus hier bei den Verstorbenen? Euer Herr und Meister ist nicht hier.“ „Erinnert Euch, was Jesus früher gesagt hat. Er wird Die Frauen waren ganz aufgeregt. Sie wollten die Männer noch fragen, wo Jesus jetzt war. Doch als sie das fragen wollten, waren die schon nicht mehr da. Genauso schnell, wie sie gekommen waren, waren sie wieder verschwunden. „Kneif‘ mich mal. Ich glaub‘, ich träume.“ „Nein, du träumst nicht.“ „Was waren denn das bloß für Männer? Sie waren so ganz anders.“ „Ob das Engel waren?“ „Ja, sie wollten, dass wir wissen: Jesus lebt. Er ist auferstanden.“ „Ja, er ist wirklich und wahrhaftig auferstanden.“ „Unglaublich!“ „Und was sollen wir jetzt tun?“ „Wir müssen zu den Jüngern. Kommt, wir müssen ihnen berichten, was hier geschehen ist. Sie sollen erfahren, dass Jesus lebt.“ „Ja, wir erzählen ihnen alles. Ob sie uns das glauben?“ „Warum denn nicht? Wir sagen ihnen alles so, wie es war: Das Höhlengrab war offen. Jesus lag nicht darin. Zwei Männer waren da, die uns fragten, warum wir Jesus im Grab suchen würden. Jesus würde leben. Er sei auferstanden.“ Als die Frauen aus der Höhle traten, war die Sonne aufgegangen. So schnell sie konnten, gingen sie zu den Jüngern und Freunden von Jesus. Sie konnten die gute Nachricht von der Auferstehung Jesu nicht mehr für sich behalten. Sie hätten es gern aller Welt gesagt: „Jesus lebt. Er ist von den Toten auferstanden“.

 

Gebet:
Lieber Gott,
du kannst unsere Angst
in Mut verwandeln.
Du kannst unsere Traurigkeit
in Freude verwandeln.
Du kannst den Tod
in ein neues Leben verwandeln.
Hilf uns, das zu verstehen. Amen

 

Wenn Du Lust hast, spiele doch mit Deinen Geschwistern oder mit Mama und Papa dieses Spiel:

Eine kleine Höhle aus Stühlen/Tischen bauen. Mit schwarzen Tüchern verhängen. Wer möchte, darf in die dunkle Höhle kriechen. Mit 2-3 Taschenlampen in die Höhle leuchten.